REICHELSHEIM. Es war der von Trainer Marcus Winter erwartete schwere Start in die neue Hallensaison. Die auf vielen Positionen stark verjüngte Mannschaft lieferte zwar eine solide Leistung ab und konnte auch hin und wieder einmal tolle Spielszenen abliefern, aber am Ende setzten sich die erfahreneren Mannschaften aus Bergen-Enkheim und Wald-Michelbach jeweils klar in drei Sätzen durch.

Gegen den TV Bergen Enkheim erwischte der TVL einen guten Start. Die in der Vergangenheit oft gezeigten Startschwierigkeiten waren diesmal nicht vorhanden und von Beginn an wurde der Gegner  durch Angaben Schläger Simon Büttner und Rückschläger Patrick Reiter in der Partie gehalten. Besonders Simon Büttner löste seine Aufgabe sehr gut und setzte immer wieder Akzente im Angriffsspiel, die sich auch in zählbares umwandeln ließen. Leider ließen der Spielaufbau und das Abwehr Verhalten auf allen Positionen doch sehr zu wünschen übrig. Besonders die kurz gespielten Bälle brachten den TVL immer wieder in arge Bedrängnis. Nach Auswechslungen im dritten Satz kam der TVL noch eine Spur besser in die Partie. Am Ende fehlte vielleicht etwas die Erfahrung, um sich selbst mit einem Satzgewinn zu belohnen. Die höhere Eigenfehlerqoute und die Cleverness auf der Seite des Gegners führten allerdings zu einer berechtigten Niederlage.

Im zweiten Spiel traf man dann auf die gastgebende SG Wald-Michelbach. Der extrem routinierte Gegner rief die gesamte Spielzeit über eine solide Leistung ab und wartete in den richtigen Situationen auf die Fehler des TVL. Immer wieder schlichen sich Fehler auf Seiten der Sterzbächer ein, die dadurch nur schwer den Gegner unter Druck setzen konnten. Zwar machte der TVL das Spiel und deutete immer wieder seine Fähigkeit an tolle Spielzüge auch in zählbares zu verwandeln aber letzten Endes überwiegten dann doch die leichten Fehler. 

Am Ende des Tages stand der TVL zwar ohne Punkt- und Satzgewinn da, aber man hat gezeigt, dass man gegen diese Mannschaften durchaus mithalten kann. Die geringere Erfahrung und auch die neuformierte Mannschaftaufstellung verhinderten sicherlich einen Satzgewinn. Trainer Marcus Winter äußerte sich nach dem Spieltag wie folgt: „Im Grunde bin ich durchaus zufrieden. Ich hatte mit deutlicheren Ergebnissen gerechnet. Hatten doch die Trainingsergebnisse nicht wirklich beruhigend auf mich gewirkt. Ich denke spielerisch als auch von Seiten des Kampfgeistes können wir durchaus mit den heute anwesenden Mannschaften mithalten. Das wir am Ende keinen Satz gewinnen konnten lag vornehmlich an der eigenen hohen Fehlerquote. Ich denke meine Spieler haben nach den Spielen schon sehr gut selbst analysiert, woran es heute gehapert hat. Sicherlich war auch die durchwachsene Trainingsbeteiligung in den letzten Wochen von einigen Spielern nicht förderlich für das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft. Das sollte sich dringend ändern, ansonsten wird es sehr schwer das ein oder andere Erfolgserlebnis einzufahren.“ 

Für den TVL spielten: Simon Büttner, Patrick Reiter, Jasper Hormann, Jonas Witzenhausen, Robert Sauerborn, Matthias Wiemer und Marc Lehrian