PFUNGSTADT. Nach jeweils zwei Fünf Satz Krimis kehren die Verbandsliga Faustballer des TV Langen mit einem Sieg und einer Niederlage vom Auswärtsspieltag in Pfungstadt zurück. Dem knappen Sieg gegen Dieburg folgte zum Abschluss des Spieltages bei hohen sommerlichen Temperaturen eine knappe Niederlage gegen Pfungstadt.

Im ersten Spiel des Tages trafen die Sterzbächer auf den altbekannten Gegner aus Dieburg. Trainer Marcus Winter begann in dieser Partie mit einer ungewohnten Aufstellung. Während die Angriffsreihe mit Patrick Reiter und Constantin Peter noch keine Überraschung war stellte der Abwehrverbund eine noch nie dagewesene Änderung in der Aufstellung des TVL´s dar. Allrounder Matthias Wiemer übernahm gemeinsam mit Jasper Hormann die Aufgabe, die Angriffe des Gegners zu entschärfen, während Jonas Witzenhausen erneut die Aufgabe des Zuspielers übernahm. Die ersten beiden Sätze waren allerdings nicht besonders glücklich aus Langener Sicht. Im ersten Satz konnte Langen zwar noch mithalten, aber Unkonzentriertheit im Spielaufbau verhinderte den Satzgewinn. Im zweiten Satz ein ähnliches Bild. Zu viele eigene Fehler gepaart mit einer wirkungslosen Angabe brachten den TVL schnell in den Rückstand. Es wurde reagiert und Marcus Winter und Sebastian Lang kamen in die Mannschaft. Ab jetzt lief es bedeutend besser. Aus einer sich zunehmend stabilisierenden Abwehr wurden die Angreifer immer besser in Szene gesetzt. Auch die Angaben setzten den Gegner nun vermehrt unter Druck. Der Satzgewinn glückte dem TVL. Im nun anstehenden vierten Satz sollte sich ein wahres Drama anspielen. Zuerst lag der TVL klar in Führung, aber verpasste es den sprichwörtlichen Sack zuzumachen. So kam Dieburg wieder auf und konnte sogar Matchball für sich verbuchen. In dieser Phase zeigte Kapitän Sebastian Lang allerdings starke Nerven und konnte ein ums andere Mal direkt mit der Angabe punkten. Am Ende triumphierte der TVL wieder und glich nach Sätzen aus. Im entscheidenden fünften Satz konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen und es entwickelte sich ein knappes Spiel. Erst gegen Ende der Partie siegte die vielleicht größere Erfahrung auf Langener Seite und es reichte zum knappen Sieg. (9:11, 6:11, 11:7, 14:12 und 11:8 aus TVL Sicht)

Im zweiten Spiel ging es für den TVL gegen Gastgeber Pfungstadt. Pfungstadt spielt aktuell als Aufsteiger eine sensationelle Saison und steht auf dem zweiten Tabellenplatz mit insgesamt nur zwei Niederlagen. Der TVL hatte im Hinspiel nur wenige Chance und man war somit gewarnt. Im ersten Satz fingen die Sterzbächer stark an und konnte sich bis 8:5 einen ordentlichen Vorsprung erspielen. Aber dann kam er wieder einmal ins Spiel: der berühmte Langener Schlendrian. Anstatt konsequent und konzentriert weiter zu spielen schlichen sich immer wieder Fehler in das Spiel des TVL. Pfungstadt kam Punkt um Punkt heran und Langen konnte erst beim Stande von 8:10 wieder einen Punkt setzen. Am Ende machte Pfungstadt aber den Satzgewinn perfekt. Im zweiten Satz spielte der TVL nun auf der besseren Seite, da die Mannschaft mit dem Rückenwind sehr gut zurechtkam. Pfungstadt wurde konsequent unter Druck gesetzt. Mit 11:4 wurde der Satz schnell gewonnen. Im dritten Satz brach die Mannschaftsleistung des TVL wieder ein. Zu viele eigene Fehler des TVL machten es unmöglich den Gegner entsprechend unter Druck zu setzen. Im anschließenden vierten Satz war Langen schon wieder unter gehörigen Druck, wenn man die Partie nicht abgeben wollte. Dementsprechend kampfbetont ging es auch zur Sache. Es war alles geboten. Großartige Ballwechsel, Kampfgeist, leichte und vermeidbare Fehler, Schiedsrichter Fehlentscheidungen – kurzum alles, was den Faustballsport auszeichnet. Am Ende konnte der TVL den Satz in der Verlängerung für sich entscheiden. Im entscheidenden fünften Satz begann der TVL auf der vermeintlich schlechteren Feldseite und musste am Ende auch mit einem 3:6 Rückstand die Seite wechseln. Den Vorsprung des Gegners konnte der TVL nicht mehr aufholen. Zwar setzte der TVL noch einige schöne Punkte, aber leider auch einige Fehler. Am Ende reichte es nicht zum Sieg und Langen musste sich geschlagen geben.

Als sehr postives Fazit lässt sich festhalten, dass Matthias Wiemer eine super Leistung in beiden Partien ablieferte und Jasper Hormann ebenfalls immer besser in die Begegnungen findet. Ebenso steht die mannschaftliche Geschlossenheit in keiner Weise zur Diskussion. Egal, ob die aktiven Spieler, oder die Auswechselspieler. Alle Spieler verhalten sich absolut mannschaftsdienlich.

Für den TVL spielten: Matthias Wiemer, Sebastian Lang, Jasper Hormann, Marcus Winter, Jonas Witzenhausen, Constantin Peter, Patrick Reiter und Marc Lehrian