HAIBACH. Zur Vorbereitung auf die kommende Hallensaison nahmen beide Langener Frauenmannschaften an einem Vorbereitungsturnier in Haibach teil. Nach dem Turniersieg im letzten Jahr galt es den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Die 2. Mannschaft bestand großteils aus Jugendspielerinnen. Die U16-Aktiven wurden dabei von den erfahrenen Kräften Anke Büttner (Abwehr) und Judith Hormann (Schlag) unterstützt.

In ihrere Gruppe trafen sie auf die Mannschaften aus Elsenfeld und Haibach. Da Elsenfeld grippegeschwächt nur mit 2 Spielerinnen angereist war, wurde die Mannschaft durch Spielerinnen anderer Vereine unterstützt. Die Langener Frauen zeigten gleich im ersten Spiel gegen Elsenfeld ihre Ambitionen und konnten das Spiel in 3 Sätzen gewinnen. Dabei zeigten alle Beteiligten Ehrgeiz und Kampfgeist, auch wenn die Spielerinnen auf für sie zum Teil ungewohnten Positionen eingesetzt wurden. Diesen Schwung wollten die Frauen auch in das zweite Spiel gegen Haibach 2 mitnehmen. Leider ließ sich die junge Mannschaft von der gegnerischen Schlagfrau verunsichern und konnte trotz großem Kampfgeist nicht mehr an den Erfolg des ersten Spiels anknüpfen. Auf Grund der anderen Ergebnisse beendete man die Gruppenphase somit als Dritter und musste im Überkreuzspiel gegen den Zweiten der anderen Gruppe antreten. Hier traf man auf die erste Mannschaft aus Haibach, die aus bereits Bundesligaerfahrenen Spielerinnen bestand. Leider hatte man gegen die höherklassige Erfahrung des Gegners das Nachsehen und konnte sich nicht für das Halbfinale qualifizieren. Die 2. Mannschaft beendete das Turnier damit auf dem 5. Platz.

Die 1. Frauen waren nur mit fünf Spielerinnen angereist. Da Angreiferin Julia Mack verletzungsbedingt nicht voll eingesetzt werden konnte, ging es vorrangig darum verschiedene Abwehrkonstellationen auszuprobieren. In der Gruppenphase trafen die Langenerinnen auf TuS Frammersbach und TV Haibach. Das erste Spiel gegen Haibach begann sehr unkonzentriert auf der Langener Seite. Dies zeigte sich vor allem im Zuspiel, dass nicht an die veränderte Situation mit Eva Steckhan als Hauptangreiferin angepasst werden konnte. Im zweiten Satz entschied sich die Mannschaft für eine Umbesetzung der Positionen, so dass man länger im Spiel bleiben konnte. Trotzdem ging auch der zweite Satz schnell an Haibach. Auch im zweiten Spiel gegen Frammersbach konnte die von Trainer Oliver Kohm vorgegeben Marschroute von wenig Eigenfehlern sowie einer ruhigen Abwehr und einem präzisen Zuspiel nicht umgesetzt werden. Im Ergebnis ging auch das zweite Spiel an den Gegner, der in der letzten Saison ebenfalls aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist. Somit beendeten die 1. Frauen ihre Gruppenphase ebenfalls als letzter und mussten im Überkreuzspiel gegen Haibach 2 antreten.

Gegen diese im Vergleich schwächere Mannschaft fanden die Frauen endlich in ihr Spiel. Durch das konsequente Herausnehmen der gegnerischen Angreiferin konnte man seine eigenen Spielzüge aufbauen und profitierte schlussendlich von einer geringeren Eigenfehlerquote. Mit 2:1 Sätzen waren die Langenerinnen für das Halbfinale qualifiziert. In diesem traf man auf den TV Elsenfeld, der sich als Verstärkung eine Angreiferin aus Frammersbach gesichert hatte. Auch in diesem Spiel ging die Taktik, den Gegner durch Herausnehmern der Schlagfrau gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, auf. Mit einem ungefährdeten 2:0 Sieg zog man ins Finale ein. In diesem traf man wiederum auf die Frauen aus Frammersbach. Da diese Mannschaft als einzige mit zwei gleichwertigen Angreiferinnen ausgestattet war, musste die Taktik geändert werden. Leider schlichen sich nun auch wieder vermehrt Fehler ins Langener Spiel ein, so dass sich der TuS Frammersbach verdient den Turniersieg sichern konnte.

Als Fazit des Turniers hält Trainer Oliver Kohm fest:" Die zweite Mannschaft hat gezeigt, dass man wieder mit ihr rechnen muss. Vor allem die Rückkehr von Angreiferin Judith Hormann nach einer Saison Pause sowie die spielerische Weiterentwicklung der Jugendspielerinnen lassen auf Punkte in der Verbandsliga hoffen. In der ersten Mannschaft bestehen sicherlich noch individuelle Schwächen bei den einzelnen Spielerinnen. Unser Ziel muss es nun sein diese bis zum Saisonstart abzustellen. Als weitere Standortbestimmung wird die erste Mannschaft allerdings noch ein weiteres Vorbereitungsturnier in Biberach besuchen.".

Es spielten: Anke Büttner, Judith Hormann, Justine Kaiser, Rieke Tschorn, Ann-Kathrin Bärtl und Sophia Jaeger (2. Frauen) sowie Julia Mack, Eva Steckhan, Natascha Stadtmüller, Lisa Ackermann und Maren Schlegler (1. Frauen)