Mit insgesamt 34 Mannschaften zog das 45. Gebrüder Zeunert Gedächtnisturnier am Wochenende die hessische Faustballgilde nach Langen. In diesem Jahr spielte nicht nur das Wetter bestens mit sondern erstmals auch ein Mannschaft vom Bundesliga-Zweitligisten Käfertal. Den verdienten Turniersieg erspielte sich allerdings der zweite Vertreter der 2. Bundesliga West mit dem jüngsten Turnierteam: der TSV Pfungstadt.
Als nach den ersten neun Minuten des Finals die drei Faustbälle fern ab vom Spielfeld hinter der Aschebahn lagen, war das Finale zwischen dem TSV Pfungstadt und der ebenfalls jungen Mannschaft vom Verbandsligisten TG Offenbach nicht nur entschieden, sondern auch Ausdruck der Offenbacher Angriffshektik. Zu nervös agierte Offenbachs Hauptangreifer Daniel Horn, zu oft segelten seine Bälle bei der Angabe und in den wenigen sehenswerten Ballwechseln direkt und weit ins Aus. Sein Pendant Patrick Thomas von Pfungstadt spulte sein Programm dagegen routiniert ab und setzte die TGO-Abwehr häufig unter Druck. Fast zehn Angabenfehler und nur wenige sehenswerte Angriffe ließen Pfungstadts Vorsprung im Halbminutentakt auf zwischenzeitlich zehn Zähler anwachsen. Dieser hatte in den zweiten neun Spielminuten bis zum Schluss bestand, so dass die Pfungstädter einen souveränen und zu keiner Zeit gefährdeten 24:14-Sieg einfuhren. Klar, dass selbst Kapitän Sebastian Thomas bei so einer Dominanz ins Schwärmen geriet: „Wir sind mit unserer heutigen Leistung sehr zufrieden. Der Turniersieg beflügelt uns sicherlich für die anstehenden Deutschen Meisterschaften der A-Jugend am kommenden Wochenende“.
Bereits zuvor dominierte Pfungstadt die Vorrunde mit fünf Siegen und einem Remis gegen Gegner wie TV Käfertal oder auch TV Dieburg. In der weniger hochkarätig besetzten Gruppe B schaffte es der TV Langen nur auf Platz 3. Dabei verschenkte man insbesondere in den ersten Partien wertvolle Punkte. Als die Langener sich fingen und gegen den späteren Finalisten aus Offenbach nur mit 2 Bällen Unterschied verloren, war es jedoch schon zu spät, um noch eine gute Platzierung zu erreichen. Letztendlich reichte es dieses Jahr nur zu Platz 6.
Während die 13 Männermannschaften auf drei Feldern spielten, kämpften parallel die fünf Frauenteams auf einem Feld um den Titel. Dabei schaffte es Gastgeber Langen ebenso wie das Team aus Dieburg ins Finale. In einem hart umkämpften Endspiel konnten sich die Dieburger Frauen knapp mit zwei Bällen Vorsprung behaupten und schafften somit, was ihren männlichen Vereinskollegen nicht gelang: den Turniersieg. Mit dem zweiten Platz waren die Langener Damen jedoch insgesamt sehr zufrieden.
Bereits am Samstag standen das Mixed-Turnier und die Stadtmeisterschaften, ein Hobbyturnier für Jedermann, auf dem Programm. In einer Neuauflage des letztjährigen Finals konnte sich erneut das Team der Firma Bärtl gegen Topspin Egelsbach durchsetzen. Im Mixed Turnier erreichte mit Offenbach eins der jüngsten Teams das Finale. Dort wartete ein routiniertes Team aus Seefeld, angeführt von Schlagmann Klaus Enders. In einer spannenden Partie konnte sich Offenbach mit einem Punkt Vorsprung den Turniersieg sichern.
Nach einem anstrengenden Wochenende für die fleißigen Langener Faustballer, können diese ein sehr positives Fazit ziehen. Über den sportlichen Teil hinaus wurde dieses Wochenende einmal mehr zu einer geselligen Zusammenkunft von Faustballbegeisterten, die während und nach den Spielen viel Freude hatten. Auch im nächsten Jahr wird der TV Langen wieder ein Sommerturnier ausrichten und freut sich bereits jetzt schon wieder auf diese tolle Atmosphäre.
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